Von Käpsele
Vermischtes . 04:50 Uhr
Stuttgart-Ost. Der Rechtsstreit um die Bestellung von Bezirksvorsteher Martin Körner kommt nicht nach Mannheim. Ein beauftragter Rechtsanwalt, der OB Dr. Schuster nur knapp unterlag, ließ die Beschwerdefrist aus Mangel an Beweisen verstreichen. Der Verwaltungsgerichtshof muss die Hauptsatzung der Landeshauptstadt Stuttgart nicht mehr auf die Vereinbarkeit mit der Gemeindeordnung von Baden-Württemberg überprüfen. In Gemeinden mit mehr als 100 000 Einwohnern kann der Gemeinderat durch die Hauptsatzung bestimmen, dass die Bezirksbeiräte nach den für die Wahl der Gemeinderäte geltenden Vorschriften gewählt werden. In diesem Fall werden für die Gemeindebezirke Bezirksvorsteher gewählt. Von dieser Regelung macht Stuttgart keinen Gebrauch. Das Rathaus bestellt OB-Beauftragte als Vorsitzende der Bezirksbeiräte, die in der Hauptsatzung von Stuttgart Bezirksvorsteher heißen. Der Gemeinderat wählt für die inneren Stadtbezirke ehrenamtliche Bezirksvorsteher mit einer monatlichen Aufwandsentschädigung in Höhe von 1 200 Euro, die auch Ansprüche nach Sitzungen haben. Die Vorschriften über die Ortschaftsverfassung, den Ortschaftsrat, die Ortschaftsräte und den Ortsvorsteher gelten in Stuttgart nicht für die hauptamtlichen OB-Beauftragen, die in den äußeren Stadtbezirken bis zur Pension als bestellte Bezirksvorsteher ein Rathaus leiten. Der Verwaltungsbürgermeister ordnete ein Diskussionsverbot an, nachdem der Gemeinderat nicht im Einvernehmen mit dem Bezirksbeirat für Birkach-Plieningen einen Vorsitzenden wählte, der dem Stadtbezirk vorsteht.
Von Westbalkon
Befindlichkeiten . 15:49 Uhr
Ich habe einen kleinen Blumentopf mit Frühlingsblumensamen darin unter ein umgestülptes Saftglas in einem Aschenbecher auf meinen Schreibtisch als Minigewächshaus gestellt, die Sonne scheint darauf, die Luftfeuchtigkeit darin steigt sekündlich.
Ich bin begeistert ob der romantisierenden Belanglosigkeit dieser Mitteilung!
Von Exilostfriese
Leben, Befindlichkeiten . 09:36 Uhr
Gestern und heute Morgen war es sehr übel, als der Müllwagen durch den Park fuhr und jeglichen Staub aufwirbelte. Leider scheint die Stadt sich noch nicht durchzuringen den Splitt von den Wegen zu räumen. Kann ja durchaus noch einmal schneien. Man hat sich diesen Winter ja schon mal zu früh gefreut über steigende Temperaturen.
Da kann man nur hoffen, dass der anstehende Regen zumindest einen Teil wegschwemmt.
Von von unten
Leben . 22:11 Uhr
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. . . irgendwo im Internet schrieb einer mal “Pfandfinder”, was aber ein Schreibfehler war, weil er Pfadfinder meinte. Das Wort Pfandfinder trotzdem in den Wortschatz aufgenommen, ist treffender als Flaschensammler oder Pfandpirat . . .
. . . ein Mann mit Stiefeln betritt ein Cafe im Westen und irritiert: Der Oberkörper eindeutig männlich gekleidet, der Unterleib weiblich, Jeanshose in hohen Lederstiefeln. Ein paar Tage später einen anderen Mann ähnlich angezogen gesehen . . .
. . . das war auch an dem Sonntag als im Westen nur noch Paare mit Kinderwagen unterwegs waren. Als hätten alle anderen bei Todesstrafe Sperrstunde . . .
. . . und ich mich noch Tage später gefragt habe, warum ich so verunsichert war, nur weil ich zwei Männer mit Jeanshose in hohen Lederstiefeln gesehen habe . . .
. . . am Sonntag eine Woche vorher schneite es und am Feuersee konnte man durch den Schnee knartschen, weil die Großstadt still wurde und Schnee Geräusche ißt . . .
. . . das war auch zu der Zeit als ein Marius einen Blog las und einige schöne Minuten hatte . . . und es in einer WG zum Küchendienst gehörte, die Bilder an der Wand wieder gerade zu rücken, die von den Erschütterungen der vorbeifahrenden U-Bahn schief . . .
. . . und in der Elektrotechniker-WG ein alter Münzfernsprecher neben der Kloschüssel hängt und wenn man sich den Hörer ans Ohr hält, ist das Hörspiel vom “Sams” zu hören . . .
. . . darf der Komplimentierende oder Komplimentierte definieren, was das größtmögliche Kompliment ist?. . .
. . . einer Frau fällt die Zigarette aus der Hand, sie schaut kurz hin und geht dann weiter. Die Zigarette verglüht, Menschen gehen daran vorbei. Was ist eigentlich schädlicher? Der Straßendreck oder das Nikotin? Teer ist ja in beidem drin . . .
. . . zwei Amerikaner stehen in einem Inneneinrichtungskaufhaus vor einem Fußabtreter, auf dem “Veni vidi vici” steht. Sie wissen nicht was es bedeutet und sagen, es habe wahrscheinlich etwas mit world wide web zu tun. Wie viel digitale Verschmutzung musste das Gehirn erleiden, das auf so eine Idee kommt?. . .
. . . seit Monaten leuchtet der Kran in die Zimmer der umliegenden Häuser. Wenigstens haben sie den Weihnachtsbaum kalendergerecht zum neuen Jahr entfernt und schalten die Lichterketten täglich um 24 Uhr aus . . .
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